Riesen Panne: KfW überweist Milliarden

26. März 2017, 21:52 Uhr
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Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat versehentlich sechs Milliarden Euro an vier andere Banken überwiesen.

Demnach ist es bei der KfW zu einem Systemfehler in der Zahlungsverkehrssoftware gekommen, durch den Beträge mehrfach an die anderen Institute überwiesen wurden. Die dpa berichtet dagegen, dass die fehlgeleiteten Überweisungen in Höhe von insgesamt etwa fünf Milliarden Euro durch "menschliches Versagen" erfolgt seien.

Der Vorfall hatte sich bereits am 20. Februar ereignet, wurde jedoch erst jetzt bekannt. Die KfW selbst äußerte sich nicht zur genauen Höhe des Betrags. Wie die Bank gegenüber „Focus Online“ sagte, sei der Fehler umgehend bemerkt und behoben worden. Das Geld sei zurückgeholt worden.

"Die zu viel gezahlten Beträge wurden seitens der Banken unmittelbar zurücküberwiesen", verlautete es aus dem Geldinstitut. Das Frankfurter Insitut bedauere den Vorfall und habe „sofort eine umfassende interne und externe Prüfung eingeleitet, um die Ursachen detailliert aufzuklären und daraus die notwendigen Konsequenzen zu ziehen“, schreibt „Spiegel Online“.

Das ist jedoch nicht das erste Mal, dass es zu Überweisungspannen bei der KfW kommt. Während der Finanzkrise hatte das Geldinstitut der US-Investmentbank Lehman Brothers noch am Tag der Pleite mehr als 300 Millionen Euro aus einem Termingeschäft überwiesen. Trotz der Neuigkeiten hatte damals niemand die Zahlung gestoppt. Am Ende hatte die KfW einen Schaden von etwa 100 Millionen Euro.

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